Schädlingsbekämpfung - sponheimerhof

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Gemeinsame Schädlingsbekämpfung der Enkircher Winzer
im Weinberg, ohne jegliche Spritzmittel



Am 24./25./26./ und 28. April 2003 wurde die Bekämpfung des Heu - und Dauerwurms von den Enkircher Winzern gemeinschaftlich durchgeführt, ohne auf irgend welche Spritzmittel zurück zu greifen.
Ganz im Sinne des Kontrolliert, umweltschonenden Weinbau
, wurde die Schutzmaßnahme mit "Pheromonen" (Duftstoffe) durchgeführt.
Diese Duftstoffe sind in Kunststoffampullen abgefüllt (Bild 1 ) und enthalten Duftstoffe die den weiblichen Duftstoffen des Heu- und Sauerwurmes entsprechen.
In der Fachsprache ausgedrückt:
RAK 1+2 Einbindiger und Bekreuzter Traubenwickler ist ein Pheromon für den Winsatz im Konfusion (Verwirrungs) Verfahren beim Einbindigen Traubenwickler (Eupoecilia anbiguella Hbn.) und Bekreuzten Traubenwickler (Lobesia botrana Schiff), gegen die 1. und 2. Generation zur Heu- und Sauerwurmbekämpfung.
Der Anwendungszeitpunkt ist vor der Blüte (ab Rebstadium 12/13, BBCG-Code), vor Beginn des Fluges der Falter der 1. Generation.
Max. 1 Anwendung gegen beide Generationen.
Das Aushängen der Ampullen kann frühestens eine Woche vor dem voraussichtlichen Beginn des Fluges erfolgen, muß jedoch spätestens bei Beginn des Fluges der ersten Falter der 1. Generation durchgeführt sein (erste Falter außerhalb des zu behandelnden Areals feststellbar). Der optimale Termin ist mit dem amtlichen Dienst abzustimmen.
In der Praxis sieht das Ganze so aus:
EIne Mannschaft von Winzern wird an die obere Grenze des Weinbaugebietes mit Bussen gefahren (Bild 2 ), dort wird die Mannschaft mit den Pheromonampullen ausgestattet (Bild 3 und 4 ). Danach bekommt jeder WInzer oder Winzerin eine bestimmte Reihe zugeteilt (Bild 5 und 6 ).
Diese Reihe wird nun von oben nach unten, in eintsprechenden Abständen ( 1 Ampulle reicht für eine Fläche von 4,5m x 4,5 m), mit den Pheromonampullen versorgt (Bild 7 und 8 ). Die Ampullen werden einfach an der Rebe gefestigt (Bild 9 ).
Am unteren Ende des Bainbaugebietes werden die Winzer und Winzerinnen wieder von den Bussen aufgenommen und für die nächste Parzelle wieder nach oben transportiert.
In der Steilheit der Moselweinberge ( Bild 10 und 11 ) ist dies in den 3 bis 4 Tagen für die WInzer und Winzerinnen eine sehr strapaziöse Arbeit und somit wird versucht an jedem Tag eine neue Mannschaft auf die Beine zu stellen.
Die weiblichen Duftstoffe werden nunmehr freigesetzt und die männlichen Traubenwickler werden dadurch so verwirrt, daß eine Fortpflanzung verhindert wird und somit ein entsprechender Schutz gewährleistet ist.
Mit diesen Methoden, nicht nur in der Schädlingsbekämpfung, sondern auch in der Bodenbearbeitung erreicht man an der Mosel, wunderbare Landschaften und Weinberge, in denen auch der Löwenzahn zur vollen Pracht sich entfalten kann (Bild 12 ) und somit das Ziel:
Weinbau im EInklang der Natur wunderbar erreicht wird !

PS. Es wird vermuter, daß diese Methode von einer Frau erfunden worden ist, denn auch in der Menschenwelt ist es ja so, daß die Männer von den weiblichen Duftnoten manchmal ganz verwirrt einherlaufen !!!!

 
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