Mostwaage - sponheimerhof

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Weinhandel > Weinbau

Die Mostwaage (Areometer, Dichtemesser)

Erfunden wurde sie von Ferdinand Öchsle (1774-1852). Von Beruf Goldschmied, wohnhaft in Pfortzheim.
Die Mostwaage besteht aus einem mit Quecksilber oder Bleischrot beschwertem Glaskörper, aufgeteilt in Schwimmer und Skala. Die Skala geht von 0° - 130°.
  


Zur Bestimmung des Mostgewichtes muß der Most blank  oder durch Stehen lassen (Absitzen) von seinen Trübstoffen befreit sein. Die Bestimmung wird in einem genügend hohen und weiten Standzylinder durchgeführt. Die saubere und trockene Mostwaage muß vorsichtig in den Most gesenkt werden und der obere Teil der Skala nicht benetzt wird.
Man ließt die Grade ab, bei denen die Skala die Mostoberfläche durchschneidet.
Das Mostgewicht kann außerdem festgestellt werden:
1) durch Refraktormeter
2) durch Mohr- Westphalschen Waage
3) Pygnometer (Waage)

Das Mostgewicht ( Spezifisches Gewicht)
Das Mostgewicht gibt an, um wieviel Gramm 1 l. Most schwerer ist als 1 l. Wasser.
1 l. Wasser wiegt 1000 Gramm (bei 4°C) Zeigt die  Mostwage 80° an, so ist 1 l. dieses Mostes 80 gr. schwerer als 1 l. Wasser. 1 l. dieses Mostes wiegt 1080 gr.
Im Mostgewicht ist nicht nur der Zucker enthalten, sondern auch alle Stoffe des Mostes( Säure, Metalle usw.), die schwerer sind als Wasser. Auch Schmutz beeinflußt das Mostgewicht. Selbstfiltrierter Most, enthält Nichtzuckerstoffe (Fremdstoffe), die von der Mostwaage mitgewogen werden. Diese Nichtzuckerstoffe werden auch als Extrakt bezeichnet.

Fazit: Das Mostgewicht setzt sich zusammen aus:
         Zuckergehalt + Extract + Trubstoffen


Mostgewicht und Temperatur
Die in Gebrauch befindlichen Mostwaagen sind in der Regel auf eine Temperatur von 20°C geeicht. Sie geben also das genaue Mostgewicht nur bei dieser Mosttemperatur an. Weicht die Temperatur des Mostes wesentlich von 20°C ab, so muß das abgelesene Mostgewicht verbessert werden. Most zeigt um so höhere
Öchslegrade an, je kälter er ist.
Ist der Most wärmer
als die Eichtempüeratur, zeigt er ein zu niedriges Mostgewicht an.

1) Liegt die Temperatur des Mostes unter 20°C
, so wird für jedes dier unter 20°C liegenten Temperaturgrade 0,2° Öchsle abgezogen.

Beispiel:

Mostgewicht: 75° Öchsle
Temperatur:  15°C
Damit ist die vorgeschriebenen Temperatur um 5°C zu niedrig.
5 x 0,2 Öchsle = 1° Öchsle
75° Öchsle - 1° Öchsle = 74° Öchsle verbessertes Mostgewicht.

2) Liegt die Temperatur des Mostes über 20°C, so wird für jedes dieser über 20°C liegende Temperaturgrade 0,2° Öchsle hinzugezählt
.

Beispiel:

Mostgewicht: 75° Öchsle
Temperatur:  25°C
Damit ist die vorgeschriebenen Temperatur um 5°C zu hoch.
5 x 0,2 Öchsle = 1° Öchsle
75° Öchsle + 1° Öchsle = 76° Öchsle verbessertes Mostgewicht.

Merke:
Mosttemperatur zu kalt = Mostgewicht zu hoch
Mosttemperatur zu warm = Mostgewicht zu tief

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü