08) Laubarbeiten - sponheimerhof

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Die Laubarbeiten


Hierzu gehören das Ausbrechen, das Heften (Aufbinden), das Einkürzen der Geiztriebe und das Einkürzen der grünen Haupttriebe. Beim Ausbrechen werden vor allem die Wasserschosse, die aus dem alten Holz kommen, entfernt. Dadurch wird die Entwicklung der verbleibenden Triebe gefördert. Das Aufbinden verhindert das Brechen der länger werdenden Triebe (Windbruch). Außerdem wird erreicht, daß die einzelnen Triebe besser belichtet und belüftet werden und sich gegenseitig nicht zu stark beschatten. Beim "Gipfeln" werden die Triebspitzen abgeschnitten. Bei allen Laubarbeiten ist zu bedenken, daß zur Ernährung der Trauben genügend viele und gut belichtete Blätter zur Verfügung stehen. Nur eine ausreichende Blattmasse (Laubwand) garantiert zufriedenstellende Mostgewichte. Besonders bei wüchsigen Sorten, tiefgründigen Böden und spätreifen Sorten sind für den heutigen Mengenertrag bei guter Qualität 3 qm Blattoberfläche pro qm Boden erforderlich, um die Trauben gut zu ernähren und um eine optimale Assimilation (Photosythese) zu sichern. Würde man die Haupttriebe nicht einkürzen, so verbrauchten die wachsenden Triebspitzen mehr Stärke, als sie zur assimilieren im Stande sind. Das Belassen einer ausreichend großen Blattfläche führt dazu, daß die Trauben mehr Zucker einlagern, die Beeren dicker werden, mehr Säure veratmet wird und in den Trieben mehr Stärke gespeichert wird. Dies hat wiederum eine bessere Holzreife sowie einen besseren Austrieb und Wuchs im darauffolgenden Jahr zur Folge. Früher wurden die Geiztriebe entfernt, weil man sie für Konkurrenztriebe hielt. Heute beläßt man sie und kürzt sie lediglich ein. Gerade die Geiztriebe mit ihren jungen Blättern sind gute Zuckerbilder.

 
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