06) Der Rebschnitt - sponheimerhof

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Der Rebschnitt
Pfahlerziehung

die Bogen des letzen Jahres

wie überzählige Triebe werden entfernt

Triebe für die neuen Bogen bleiben

Drahtbau

alte und überzählige Triebe

werden herausgenommen

der Unterschied, der Linke ist fertig

1) Warum müssen wir die Reben schneiden?
Von Natur aus ist die Rebe ein Rankgewächs, das an Stämmen hochklettert und seine Triebe über den Baumkronen ausbreitet. Solche wilden Rebstöcke bringen nur geringe Erträge und kleine saure Trauben. Durch den Schnitt erreichen wir ausreichende Erträge, eine gute Weinqualität und eine Stockform die arbeitstechnisch gute Möglichkeiten bietet. Der Schnitt bedeutet aber auch einen sehr starken Eingriff in das Leben des Stockes. Er büßt an Lebenskraft und Lebensalter ein und er wird anfällig gegen Witterung und Krankheiten bzw. Schädlingen.

2) Was erreichen wir durch den Schnitt?

Es lassen sich viele Stöcke nebeneinander pflanzen, die zahlreiche und qualitativ gute Trauben hervorbringen. Durch die richtige Abstimmung zwischen Triebzahl, Blattfläche (Laubwand) und Trauben, wird die Qualität erhöht. Die Triebe können am Einzelpfahl oder am Drahtrahmen geordnet werden. Dadurch bekommt der Stock Licht und Luft. Auch die Schädlingsbekämpfung wird erleichtert.
Zusammenfassend kann man sagen, durch den Schnitt behält der Stock seine Form, die Weinbergsarbeiten werden erleichtert und ein guter Ertrag in Menge und Güte gesichert.

3) Was verlangt der Stock von uns?
Die Augenzahl, die wir anschneiden, muß soviel Trieben die Entwicklung ermöglichen, daß ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Wurzeln und den oberirdischen Stockteilen entsteht. Es muß einmal gesichert sein, daß die Wurzeln den Stock ausreichend mit Nährstoffen versorgen, zum anderen müssen soviel Blätter vorhanden sein, daß möglichst viel Zucker erzeugt werden kann. Ferner muß der Stock so geschnitten werden, daß er ausreichend Sonnenlicht und Luft erhält.

4) Wieviel Augen sollen angeschnitten werden?
Faustregel: 8 - 12 Augen je qm Rebstandraum. Die Anzahl der anzuschneidenden Augen wird vom Wuchszustand der Rebe bestimmt.

5) Die Zeit des Rebschnitts:
Die günstigste Zeit für den Rebschnitt liegt nach den Winterfrösten. Bei einem früheren Schnitt lassen sich auftretende Winterfrostschäden nicht mehr ausgleichen. Viele Betriebe werden aber aus Gründen der Arbeitsverteilung mit dem Rebschnitt früher beginnen. Ein gewisses Risiko ist dann nicht auszuschließen.
Der theoretisch frühestmögliche Termin für den Rebschnitt liegt im Herbst nach dem natürlichen Blattfall. Bei spätem Schnitt im Frühjahr verlieren die Stöcke Saft, sie "Bluten".

 
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