04) Bodenuntersuchung und Düngung - sponheimerhof

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Bodenuntersuchung und Düngung


Die Bodenuntersuchung (Bodenanlanyse)

Warum?
Versorgung des Bodens mit Nährstoffen und Spurenelemente wird festgestellt. Dadurch gezielter und wirtschaftlicher Einsatz der Mineraldüngung möglich.

Wie oft?

a) vor jeder Neupflanzung,
b) im Ertragsweinbau alle 3 bis 7 Jahre

Wann?
bei geplanten Neuanlagen im Sommer vor dem Rigolen,
bei Ertragsweinbergen nach der Lese.

Wieviel?
25, 30 bis 40 Entnahmestellen je ha.

Wie?
Bei der Bodenprobeentnahme sind Oberboden (bis zu 30 cm) und Unterboden (30 bis 60 cm) zu trennen.
Je 0,3kg bis 0,5kg Oberbodsen bzw. Unterboden getrennt (ohne größere Steine) in Plastikbeutel füllen.

Beutel mit Etikett beschriften:
Betriebsangabe:  
Weingut Heinz Schütz
Ort, Straße
        56850 Enkirch  Sponheimer Str. 19-23

                        
Alter der Anlage, Art der Anlage (standweite),
                        
Lagegestaltung (Hang oder Ebene), Rebsorte,
                        
Oberboden, Unterboden, Nummerierung
                        
(entnahmestelle), Bodenart (Ton, Schiefer usw.)

Was wird untersucht?
Kalk, Phosphorsäure, Kali, Magnesium, Bor.
Auf Wunsch:
Spurenelemente, Stickstoff und Humusanteile.

Untersuchungsbefund
Er umfaßt die Analyse und einen Düngungsvorschlag. Vorschlag aufbewahren!

ziehen der Bodenproben

Einschlagen des Probenentnahmerohres

durch drehen Probe lösen und herausziehen

Rohrinhalt in gekennzeichnetes Behältnis geben

Bodenproben werden zur Untersuchung genommen, um den Gehalt der wichtigsten 5 Nährstoffe ( Stickstoff, Kali, Kalk, Magnesium, Phosphor ) ermitteln zu lassen, damit nur die notwendigen fehlenden Mengen zur Düngung ausgebracht werden können.

Bodenarten



Oberboden:
Bearbeitungsboden, Pflugtiefe 30 cm, gelockert, wasserhaltig, Wasserspeicher, nährstoffhaltig, kaum Wurzelwuchs   


Unterboden:
30cm -  60cm - 80cm - 100cm tief,
Hauptwurzelbereich, Vorratsdüngung   

Untergrund:
Bei Schiefer oft noch Wasserlieferan
t.   

Schieferboden

Schiefer ist zu Stein gewordener Schlamm (unter Druck). Bester Schiefer ist der Devon-Schiefer (Devon = Erdzeitalter). Kann 60 - 70 % Stein enthalten.
Vorteile:
Verhindert Unkrautwuchs, speichert die Wärme, gibt sie in der Nacht ab und erleichtert die Bodenbearbeitung.
Nachteile:
Hält Wasser nicht fest, erfordert eine starke Humusversorgung (Torf, Stallmist, usw.), Nährstoffarm, Auswaschungsgefahr. Nährstoffe werden schnell aus dem Hauptwurzelbereich nach unten transportiert.


Düngung

Die Düngung ist ein Nährstoffersatz, bedingt den Nährstoffentzug durch den Weinstock

Hauptnährstoffe:
Stickstoff = N, Phosphorsäure = P2O2, Kali = K2O, Kalk = CaO, Magnesium = Mg

Humus:
besteht aus verrotteten Pflanz- und Tierresten

Stallmist:
besteht aus Stroh, Kod und Harn
Stroh bewirkt Verrottung
Kod,Harn enthält Nährstoffe: in 100 kg Stallmist sind 2 kg Hauptnährstoffe, 20 Kg Humus und 78 l. Wasser.

Zuckerbildung = Assimilation = Photosynthese

Zur Zuckerbildung wird benötigt:
Chlorophyll, Wasser, Energie (Sonne), CO2, Kali und Stickstoff.

N (Stickstoff) - Düngung
1) Beduetung für die Rebe:

Motor des Pflanzenwachstums,
wichtig für die ganze Pflanze,
fördert das Holzwachstum,
garantiert regelmäßige und hohe Erträge,
durch Trockenheit, Krankheit oder Frost geschädigte Weinberge können durch verstärkte N-Düngung schnell gekräftigt werden.

2) Einfluß auf den Boden:
Ammoniak, an Schwefelsäure gebunden, ist Kalkzehrend.
Salpeter, an Kalk gebunden, empfiehlt sich für saure Böden.

3) Stickstoffmangel:
hellgrüne bis zitronengelbe Blätter, wchwacher Wuchs, kleine Bkätter, schwache Triebe, Geringe Zuckerbildung, geringe Mostgewichte, dünne Weine.

4) Stickstoffüberfluß:
Verweichlichung der Pflanze, Empfindlichkeit gegen Pilzkrankheiten, Durchrieseln, Trauben- und Stielfäule.

5) Einfluß auf den Wein:
höhere Mostausbeute, Höherer Extrakt, vollere Weine.

Kalk
Bedeutung für die Planze:
Günstige Einwirkung auf den Nährstoff- und Wasserhaushalt. Abstumpfung der Säuren.

Wirkung im Boden:
Verhinderung der Festlegung von Nährstoffen. Durch Kalk wird die Nährstoffaufnahme erleichtert und gefördert. Förderung der Bodengare, Förderung der Mikroorganismein im Boden.
Bodengare
: locker, Humushaltig
Mikroorganismen:
Mikropflänzchen.

Kalkmangel:

Nährstoffaufnahme wird blockiert. Schwacher Wuchs.

Kalküberschuß:
kann auf zur Verdichtung neigenden Böden zur Clorose (Gelbsucht) führen. Zur Verdichtung neigen die schweren Lehm- und Tonböden.

schwerer Boden:
sind schwer zu bearbeiten, weil bei Sonnenbestrahlung (nach einem Regen) alles verkrustet bzw. verdichtet.
leichter Boden:
sind auch nach langem Regen noch leicht zu bearbeiten, weil sie locker sind.

Clorose entsteht bei Luftmangel.


PH:
Anzeige von Kalkgehalt im Boden.

Die Düngung über das Blatt (Blattdüngung)
Anwendung:
a) Zur sofortigen Behebung eines Nährstoffmangels
b) Während langanhaltender Trockenzeiten kann die Ernährung der Rebe unterstützt werden.

Duchführung:
Ein einmaliges Ausbringen von Blattdüngung hat in der Regel keinen Erfolg. Es sind midestens 5 - 8 Blattspritzungen nötig, um Wirkung zu erzielen. Daher muß schon vor der Blüte mit dem Spritzen begonnen werden.
Dioe Blattdünger können mit Schädlingsbekämpfungsmitteln ausgebracht werden. Zuvor sollte man sich Sicherheit verscahffen, daß die Blattdünger sich mit den Schädlingsbekämpfungsmitteln vertragen. Die Dünger werden zuletzt in die Brühe gegeben. Die Aufnahme der Nährstoffe durch das Blatt ist stark von der Tagestemperatur und dem Sonnenlicht abhängig. Als günstig gelten Tage mit 18° - 22° C ohne Sonneneinstrahlung (bedeckter Himmel). Bei Temperaturen unter 15°C und über 25°C ist die Nährstoffaufnahme über das Blatt stark gehemmt. Die Blattdüngung kann einen Mangel nur im Jahr der Spritzung beheben. Zur echten Beseitigung eines Nährstoffmangels muß eine Bodendüngung erfolgen.

Dinkelspelz als organische Beigabe zur Bodenlockerung und
Bodenverbesserung

Stallmist mit seinen oben beschriebenen Nährstoffen wird hier verteilt und eingebracht.

 
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