02) Das Pflanzen der Reben - sponheimerhof

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Das Pflanzen der Reben



(Nach Herrn Hillebrand; Weinbauamtsmann in Bad Kreuznach i.R.)

Pflanzzeit

Eine Herbstpflanzung ist möglich und hat folgende Vorteile:

a) Die Reben bekommen bis zum Frühjahr eine feste Verbindung mit dem Boden
b) Das Pflanzen kann ohne Wasser durchgeführt werden.
c) Die Pflanzung erfolgt in einem Arbeitstal, gegenüber einer Arbeitsspitze im Frühjahr

Nachteil:
Ein sehr kalter Winter kann zu Schäden an den Reben führen.
Die Hauptpflanzzeit liegt im Frühjahr, etwa von Ende April bis Mitte Mai.

Das Herrichten der Pflanzreben

a) Rückschnitt des Edelreises auf ein Auge
b) Entfernen der Edelreiswurzeln
c) Rückschnitt der Seitenwurzeln
d) Rückschnitt der Fußwurzeln, je nach Durchmesser des Planzloches, auf 1 cm  bis 5 cm.

Pflanzloch

Für die etwa 30 cm bis 35 cm lange Pfropfrebe wird ein Pflanzloch von knapp 40 cm Tiefe hergestellt.

Pflanzerde

a) Torf: er wird eingeweicht und das Wasser einmal erneuert, um die Huminsäure zu beseitigen.
b) Kompost: er eignet sich gut, wenn er genügend abgelagert ist.
c) Walderde: die ist ungeeignet, weil mit ihr der Dickmalrüßler in die Weinberge eingeschleppt werden kann.

Auch Mineraldünger darf unter keinen Umständen der Pflanzenerde beigemischt werden, da schwere Wurzelverbrennungen die Folge sind.
Die Pflanzenerde regt die Wurzelbildung der Jungreben an! Zur Schließung der Hohlräume zwischen Wurzeln und Erde  werden 2 bis 3 l. Wasser in das Pflanzloch gegossen.
Zum Schutz des jungen Triebes wird das Edelreis abgedeckt. Das geschieht durch Sägemehl, Torf oder Sand. Mit Erde soll man nicht Abdecken, weil diese verkrustet. Das junge Triebchen kann durch die Kruste nicht nach oben stoßen, es wächst krumm und ist für den späteren Stammaufbau unbrauchbar. Das Abdecken kann wegfallen, wenn der Pfropfkopf paraffiniert ist. In frostfreien Tagen kann auf das Abdecken verzichtet werden. Es wird nach dem Pflanzen soviel Erde beigezogen, daß die Veredelungsstelle bedeckt ist.

 
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