01) Die Rebzüchtung - sponheimerhof

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Die Rebzüchtung


Züchtung bedeutet: Schaffung einer neuen Rebsorte unter Verwendung von vorhandenen Sorten.

Zuchtziele

a) Witterrungsfest (Frost, Trockenheit)
b) Qualität (Menge)
c) Qualität (Güte)
d) immun (Widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten)
e) frühe Reife


Vermehrung der Rebe

- die vegetative Vermehrung durch wurzelechte Reben oder Pfropfreben
- Sämlinge entstehen beim Züchten durch künstliche Befruchtung aus den Kernen (Samen).

Grundsätze und Begriffe aus der Rebzüchtung

Mutation
Sprunghaft auftretende Veränderung der Erbanlage eines Stockes. Diese Veränderungen gehen durch vegetative Vermehrung an die daraus entstehenden Stöcke weiter. Durch solch eine Mutation kann ein Teil des Stockes früher reif werden und größere und zahlreichere Trauben bringen.

Kreuzungen

Erbanlagen der Erntesorten können auftreten. Sie werden mit einiger Sicherheit erst nach 2-3 Generationen und zahlreichen Rückkreuzungen sichtbar werden.

Modifikation

Bedeutet: Nicht erbliche Veränderungen eines Stockes, z.B. üppiger Wuchs, frühe Reife, größerer Ertrag... Diese Modifikation wird hervorgerufen durch einen besonders günstigen Standorts des Stockes.

Bonitierung
Bewertung der zu prüfenden Stöcke.

Klon
Mehrzahl=Klone, Klon = grich. = Zweig.
Als Klone bezeichnet man die Edelreiser, Unterlagen die nachweislich von einem besonders leistungesfähigen Mutterstock abstammen z.B. Riesling Klon -  B21, DIN 378, T68. u.a. Müller-ThurgauVeit 17.

Auslesezüchtung

1) Selektion = Auslese
2) positiv    = gut (erfolgreich)
3) negativ    = schlecht (erfolglos)

a) positive Selektion:
Die guten Stöcke werden ausgewählt und gekennzeichnet

b) negative Selektion:
Die schlechten Stöcke werden ausgewählt und von der Vermehrung ausgeschlossen.


Die Wurzelzonen

1) Wachstumszone mit Wurzelspitze

An dem der Wurzelspitze zugewandten Teil der Wachstumszone, entstehen fortwährend neue Zellen. Diese sich neubildenden Zellen bewirken das Längenwachstum der Wurzel. Die Wachstumszone schiebt die Wurzelspitze vor sich her.

2) Die Saugzone

An dem der Wurzelspitze abgekehrten Teil der Wachstumszone entwickelt sich die Saugzone. Die Neubildung von Zellen am vorderen Teil der Wachstumgszone entsprechend, bildet sich der hintere Teil der Wachstumszone zur Saugzone um. Die Wachstumszone behält daher ständig ihre ursprüngliche Länge. Die Saugzone nimmt Wasser und Nährstoffe auf. Aufnahmeorgane sind die Wurzelhärchen. Sie sind sehr fein und sehr zahlreich. Die Gesamtlänge der Wurzelhärchen eines Stockes beträgt mehrere Kilometer. Sie sterben ab, wo sich die Saugzone zur Leitungszone umbildet.

3) Die Leitungszone

Die Leitungszone entwickelt sich aus der Saugzone. Das hintere Ende der Saugzone bildet sich stetig zur Leitungszone aus. Dabei umgibt sich die Wurzelzone mit einer dunklen, undurchlässigen Korkschicht. Diese verhindert das Aufnehmen von Wasser und Nährstoffen. Die Leitungszone kann daher nur die von der Saugzone aufgenommenen Nährstoffe weiterleiten.

 
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